Aufstieg nach Relegationskrimi

Mannschaft nach dem Relegationsspiel in Volkenschwand
Mannschaft nach dem Relegationsspiel in Volkenschwand

1. Mannschaft kehrt nach 9 Jahren in die Kreisliga zurück

Es ist die absolute Krönung einer ohnehin bockstarken Saison. Wir schlagen im alles entscheidenden Relegationsspiel die SG Rottenburg maximal dramatisch nach 3-3 im Elfmeterschießen und steigen damit in die Kreisliga auf! Aber der Reihe nach…


In einer nominell starken Kreisklasse Landshut spielen wir von Anfang an eine sehr gute Rolle und zwischendurch scheint alles zu gelingen. Nach einer Riesen-Serie im Herbst, als wir kaum Gegentore bekommen und alles gewinnen, thronen wir auf Platz 1 und bringen diesen auch in die Winterpause. Etwas gedämpft wird die Stimmung zu diesem Zeitpunkt lediglich durch die unnötige Niederlage am letzten Spieltag in Neufraunhofen. Zum Auftakt in die Rückrunde wohl der Knackpunkt der Saison: Trotz klarer Überlegenheit verlieren wir das direkte Duell gegen Baierbach mit 0-1. Zwischendurch erobern wir zwar die Spitze zurück, Baierbach lässt jedoch absolut nichts mehr liegen, letztlich 37 von 39 möglichen Punkten in der Rückrunde und somit absolut verdient Meister. Wir können jedoch absolut zufrieden sein mit Platz 2, den wir bereits 2 Spieltage vor Schluss sicher in der Tasche haben, hätten uns vor der Saison so sicherlich nur die wenigsten zugetraut.


Es ging also am 23. Mai zum absoluten Showdown nach Volkenschwand. Die ganze Woche lang hatte bereits jeder mitgeholfen, diesen Tag unvergesslich zu machen: die Feier war geplant, ein Bus war organisiert, die Reserve hat überragende Banner gemalt, alle waren heiß auf den Aufstieg. Und genau so ging das Spiel auch los: nach gerade mal 13 Minuten trifft Münchneraus Toptorjäger Gallitzendörfer nach herrlichem Doppelpass mit Lipp zum umjubelten 1-0. Kurz nach einer Riesenchance zum 2-0 durch Ratzenböck kassierten wir jedoch in der 38. den Ausgleich, als Rottenburgs Goalgetter Huttner perfekt aus der Drehung abschloss. Auch in der zweiten Halbzeit spielten eigentlich nur wir und gingen folgerichtig durch Wosegien in Führung, nachdem sich Heiß links nach einem perfekten Spielzug durchsetzte und in die Mitte legte. Als keiner mehr mit einer Antwort rechnete, hatte Rottenburg leider nochmal eine, Kirpitschows Schuss ließ Priller nur prallen und Huttner staubte ab. Es ging also in die Verlängerung. Und erneut erwischten wir den perfekten Start: Krippner geht links in den Strafraum und ist nur per Foul zu stoppen, Fredlmeier scheitert mit dem Elfer zunächst rechts am Keeper, nutzt den Rebound aber zum 3-2. Doch es war wie verhext an diesem Tag, denn Huttner fiel auch noch ein drittes Mal etwas ein. Aus 30 Metern trat er einen direkten Freistoß und dieser schlug unhaltbar links im Knick ein.

Jeder fragte sich in diesem Moment, ob der SVM diesen erneuten Nackenschlag in einem Elfmeterschießen mental wegstecken kann und zunächst ging es denkbar schlecht los: Reischls Elfmeter konnte rechts unten entschärft werden. Rottenburg traf die ersten beiden, doch auch wir konnten in Person von Zwack und Wosegien nachziehen. Dann der erste große Auftritt von Priller, der uns mit einer Glanzparade zurück ins Spiel brachte. Gallitzendörfer als vierter Schütze in den Knick, absolut brutal mit 19 Jahren in dieser Situation. Rottenburgs Remmer mit einem Treffer und auch Fredlmeier mit Nerven aus Stahl. Es kam, wie es kommen musste: Dreifachtorjäger Huttner tritt zum letzten Schuss an und wird zum tragischen Held. Unser Schlussmann Priller, der seit Jahren als Mister Zuverlässig zwischen den Pfosten steht und auch in diesem Jahr zum MVP gekührt wurde, zeigte allen, wie sehr er sich diesen Titel verdient hat. Er fischt den zweiten Elfmeter an diesem Abend und ab diesem Moment brechen alle Dämme.

 

Der SVM ist zurück, 9 Jahre ist es her, es war ein langer Weg. Junge Spieler sind zu Führungsspielern gereift, es ist kontinuierlich etwas gewachsen und man hat gemerkt, wieviel Potential in dieser Truppe steckt. Der Aufstieg ist letztlich der verdiente Lohn nicht nur für die Mannschaft, sondern auch für das Trainerteam um Chefcoach Reischl, welcher seit zwei Jahren jede freie Sekunde in diese Mannschaft investiert und sich jetzt mit Co Fredlmeier auf ein neues Kapitel in der Kreisliga freuen darf.
Günstigerweise fiel dieser Aufstieg auf das lange Pfingstwochenende, sodass der Erfolg gebührend bis Montagabend gefeiert werden konnte!